Archiv für Juni 2012

Sex ist not the Enemy?!

Pornfilmfest, Dildoworkshop, Sexparty – Sexpositiv-Sein, d.h. eine offensive, aufgeschlossene Haltung gegenüber Sexualität und seine Spielarten zu haben, hat in den letzten Jahren in vielen queer_feministischen Zusammenhänge an Bedeutung gewonnen und scheint in manchen Städten allgegenwärtig zu sein. Es ermöglicht neue (sexuelle) Rollen auszufüllen, als die die für FrauenLesbenTrans* gesellschaftlich vorgesehen sind und ist eine Empowerment-Strategie. Für manche bedeutet es aber auch, neuem Druck und Normierungen ausgesetzt zu sein und das Gefühl zu bekommen, anders oder spießig zu sein, wenn eine_r keinen hippen, abgefahrenen oder überhaupt keinen Sex hat. Besonders für Menschen mit sexualisierten Gewalterfahrungen kann das dazu führen, dass Räume sich für sie nicht mehr sicher anfühlen.
Über diesen schmalen Grad, seine Chancen und Risiken sowie Konsequenzen für eine queer_feministische Praxis soll es in dem Vortrag mit anschließendem Austausch und Diskussion gehen.

Eine Veranstaltung mit Yvonne Wolz
am 06.07.2012 um 20:00 Uhr im AJZ Kino, Heeperstr. 132
[in Kooperation mit dem FemRef der Uni Bielefeld]

Offen für FrauenLesbenTrans*Intersex

So­li­par­ty „So­li­da­ri­tät mit Pussy Riot!“

Am 06.​07. gibt es eine So­li­par­ty für die Ge­fan­ge­nen von pus­sy­ri­ot, den Flyer zum ansehen, runterladen, weiterverteilen… gibt’s hier flyer

mit den DJa­nes
Prinz Anna (queers & gui­tar) in­die­t­ro­nics/80er
DJen­ni (Meute) riot grrrl/hip hop/ brit­pop
K* (la­dys­hake) post­pun­kelec­trr­ro­in­die­pop

Cock­tails, Vokü, In­fo­tisch und vie­les mehr

Seit Ok­to­ber 2011 tre­ten die Ak­ti­v_is­t_in­nen von PUSSY RIOT in der rus­si­schen Öf­fent­lich­keit in Ak­ti­on. Sie sind fe­mi­nis­tisch, an­tis­e­xis­tisch und tre­ten gegen Ho­mo­pho­bie und Ras­sis­mus auf. Ihre Kri­tik rich­tet sich gegen Kir­che, Staat und Na­tio­na­lis­mus, ihre Auf­trit­te sind pro­vo­kant und trans­por­tie­ren klare State­ments gegen die her­r_­schen­den Zu­stän­de. Ihr letz­ter Auf­tritt, ein An­ti-​Pu­tin-​Punk­rock-​”Got­tes­dienst“, brach­te eine mas­si­ve Re­pres­si­ons­wel­le ins Rol­len. Im Fe­bru­ar wur­den drei Ak­ti­v_is­t_in­nen ver­haf­tet, ihnen dro­hen sie­ben Jahre Knast wegen an­geb­li­chen Row­dy­tums und Ex­tre­mis­mus. Die Ein­ge­sperr­ten blei­ben un­be­quem: Sie kri­ti­sie­ren das Sys­tem Knast, miese Haft­be­din­gun­gen (z. B. stän­di­ges Fil­men, er­schwer­ter Zu­gang zu An­wäl­t_in­nen) und so­li­da­ri­sie­ren sich mit an­de­ren Ge­fan­ge­nen.
Die an­dau­ern­de Hetze von Po­li­tik, Jus­tiz, Kir­che und Me­di­en rich­tet sich nicht nur gegen PUSSY RIOT und deren Un­ter­stüt­zer_in­nen, auch Linke, Fe­mi­nis­t_in­nen, Les­ben, Schwu­le und Trans* wer­den ver­folgt. Aber: PUSSY RIOT sind eine Be­we­gung, die sich nicht ver­bie­ten lässt und vor Staats­gren­zen kei­nen Halt macht!
Frei­heit für alle Ge­fan­ge­nen! So­li­da­ri­tät ist eine Waffe! Wir sind alle PUSSY RIOT!
Lau­fend ak­tu­el­le Infos unter: http://​freepussyriot.​org