Archiv für Februar 2014

Gegen 1000 Kreuze Demo Münster

demo

22. März 2014
11 Uhr, Bremer Platz (Hbf) Münster

feministische Gegendemo zum Gebetszug fundamentalistischer christlicher Abtreibungsgegner*innen

mehr Infos hier

Film/Vortrag
„Recht auf Ab­trei­bung in­terna­tio­nal“

„Ab­or­ti­on De­mocra­cy – Po­land/South Af­ri­ca“

30.​03.​2014 | 20:00 Uhr | Bür­ger*in­nen­wa­che am Sieg­fried­platz
Vor­trag und Film von Sarah Diehl

In den meis­ten Län­dern ist der Schwan­ger­schafts­ab­bruch immer noch il­le­gal oder auf­grund sei­ner Stig­ma­ti­sie­rung nicht zu­gäng­lich. Welt­weit ster­ben etwa 48.​000 Frau­en auf­grund die­ser Il­le­ga­li­sie­rung, etwa 5 Mio. tra­gen schwer­wie­gen­de Ge­sund­heits­schä­den davon. Welt­weit ver­su­chen Kon­ser­va­ti­ve mit der Fo­kus­sie­rung auf die Rech­te des Em­bryos die Le­bens-​rea­li­tät und die Be­dürf­nis­se von Frau­en un­sicht­bar zu ma­chen. Die­sen The­men­kom­plex wer­den wir an­hand des Films Ab­or­ti­on De­mocra­cy – Po­land South Af­ri­ca zei­gen.
Warum ist der Zu­gang zu einer il­le­ga­len Ab­trei­bung in Polen leich­ter als zu einer le­ga­len Ab­trei­bung in Süd­afri­ka? Der Film ver­gleicht die po­li­ti­schen, le­gis­la­ti­ven und ge­sell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen be­züg­lich des Schwan­ger­schafts­ab­bruchs in den Län­dern Polen und Süd­afri­ka. Die an­schlie­ßen­de Dis­kus­si­on gibt einen Über­blick über die Ge­setz­te und Be­we­gun­gen, die Frau­en davon ab­hal­ten ein selbst­be­stimm­tes Leben füh­ren zu kön­nen.

Sarah Diehl ist Schrift­stel­le­rin und Do­ku­men­tar­fil­me­rin und ar­bei­tet seit acht Jah­ren zu re­pro­duk­ti­ven Rech­ten von Frau­en welt­weit.
Die Ver­an­stal­tung fin­det zeit­gleich zu dem „Christ­li­chen Ge­sund­heits­kon­gress“ in der Bie­le­fel­der Stadt­hal­le statt. Dort tref­fen und ver­net­zen sich auch zahl­rei­che Grup­pen und
Per­so­nen der fun­da­men­ta­lis­ti­schen deutsch­spra­chi­gen so­ge­nann­ten Le­bens­schutz-​Sze­ne, um ihre frau­en – und selbs­be­stim­mungs­feind­li­che Pro­pa­gan­da zu ver­brei­ten.

eine Ver­an­stal­tung von ak­zen­t_in in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Fem­Ref der Uni Bie­le­feld

FLTI-Kneipe zum Frauenkampftag!!!

Flti_8m

Alles Mörder außer Mutti!
Christ­li­che Ab­trei­bungs-​Geg­ner_in­nen auf dem Vor­marsch

12.​02.​2014 | 20:00 Uhr | AJZ Kino
Ver­an­stal­tung mit Chris­toph Lam­mers

Vor­der­grün­dig geht es Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen um den Schutz des un­ge­bo­re­nen Le­bens, sowie den Er­halt von Fa­mi­lie und Tra­di­tio­nen. Tat­säch­lich je­doch ver­birgt sich hin­ter die­ser bür­ger­li­chen Fas­sa­de ein men­schen­feind­li­ches Welt­bild. Im Mit­tel­punkt steht die Durch­set­zung eines christ­lich-​kon­ser­va­ti­ven Wer­te­sys­tems, in wel­chem nie­mand Platz hat, der/die über sei­nen/ihren Kör­per selbst be­stim­men will.
Im Hin­blick auf die Ab­trei­bungs­de­bat­te brach­te dies die ehe­ma­li­ge Vor­sit­zen­de des Bun­des­ver­ban­des Le­bens­recht, Clau­dia Ka­mins­ky, auf dem Marsch für das Leben in Ber­lin (2012) zum Aus­druck, als sie be­ton­te, dass der Schoß der Müt­ter „zur Mör­der­gru­be“ würde und „Eu­tha­na­sie durch Eu­ro­pa“ schwap­pe.
Ab­trei­bungs­geg­ner_in­nen ge­hö­ren zu einer wach­sen­den Zahl christ­lich-​fun­da­men­ta­lis­ti­scher Men­schen, die sich auf einem Kreuz­zug gegen die (Post)Mo­der­ne wäh­nen – sei es im Kampf gegen Dar­win, die Ge­schlech­ter­po­li­tik, die (se­xu­el­le) Selbst­be­stim­mung, die Auf­klä­rung oder die Schul­pflicht. Die­ser Kreuz­zug hat un­mit­tel­ba­re Fol­gen für die Zi­vil­ge­sell­schaft, was sich der­zeit an der De­bat­te um den ba­den-​würt­tem­ber­gi­schen Bil­dungs­plan 2015 ex­em­pli­fi­zie­ren lässt. Der Vor­trag wirft einen kri­ti­schen Blick auf die Ent­wick­lun­gen der letz­ten Jahre und dis­ku­tiert an­hand ak­tu­el­ler Bei­spie­le die Kon­flikt­fel­der und Fol­gen für die Ge­sell­schaft. Chris­toph Lam­mers ist Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler, Re­fe­rent im Stu­di­en­werk der Ro­sa-​Lu­xem­burg-​Stif­tung und Che­fre­dak­teur des po­li­ti­schen Ma­ga­zins MIZ (Ma­te­ria­li­en und In­for­ma­tio­nen zur Zeit).

eine Ver­an­stal­tung von ak­zen­t_in in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Fem­Ref der Uni Bie­le­feld