Konzert Esther Bejarano und MicrophoneMafia

Samstag, 13. Februar 2016 um 17.00 Uhr

„Per La Vita“ („Für das Leben“) – Lesung und Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia

Schulzentrum Werreanger, Breite Straße 3, Lage

Esther Bejarano wurde als Tochter eines Oberkantors am 15. Dezember 1924 in Saarlouis geboren, sie ist eine deutsch-jüdische Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz. Mit Anita Lasker-Wallfisch und anderen spielte sie im Mädchenorchester von Auschwitz. Ihre Eltern wurden im November 1941 in Kowno von den Nationalsozialisten ermordet. Esther Bejarano lebt heute in Hamburg.

1941 wurde sie ins Zwangsarbeitslager Neuendorf bei Fürstenwalde / Spree verbracht. Am 20. April 1943 wurde sie aus einem Berliner Sammellager nach Auschwitz deportiert. Hier musste sie in einem Arbeitskommando Steine schleppen. Als das Mädchenorchester entstand, meldete sie sich als Akkordeonspielerin, ohne jemals ein solches Instrument in der Hand gehabt zu haben. Das Orchester musste unter anderem zum täglichen Marsch der Arbeitskolonnen durch das Lagertor spielen.

Esther wurde weiter ins Konzentrationslager Ravensbrück verschleppt, wo sie eine Häftlingsnummer oberhalb von 23.000 hatte. Auf einem der Todesmärsche von KZ-Häftlingen konnte sie zwischen Karow und Plau am See fliehen. Am 3. Mai 1945 erlebte sie in Lübz die Befreiung durch die Rote Armee.

Gemeinsam mit Tochter Edna und Sohn Joram gründete sie Anfang der 1980er Jahre die Gruppe Coincidence mit Liedern aus dem Ghetto und jüdischen sowie antifaschistischen Liedern. Im Juni 2009 wurde das gemeinsame Album „Per La Vita“ („Für das Leben“) von Esther, Edna, Joram Bejarano und der „Microphone Mafia“ veröffentlicht.

Organisiert von der Initiative „Gegen das Vergessen“
mit Unterstützung vom FemRef* der Uni Bielefeld