Archiv für Mai 2018

Vortrag: Frauenbewegungen im innertürkischen Vergleich

In der Türkei engagieren sich Frauen mit verschiedenen Hintergründen sowohl in den großen als auch in den kleinen Städten für Geschlechtergerechtigkeit.
Aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen haben die Aktivist*innen variierende Definitionen wichtiger Begrifflichkeiten.
Deshalb werden zum Beispiel auch die Konzepte von Feminismus, Frauenbewegung und Geschlecht unterschiedlich verstanden.

Das Forschungsprojekt: „Frauenbewegungen im innertürkischen Vergleich“ hat das Ziel einer aktuellen Standortbestimmung der Frauenbewegungen in unterschiedlichen sozio-kulturellen und regionalen Umfeldern der Türkei.
Unter Berücksichtigung der komplexen gesellschaftlichen Strukturen in der Türkei untersucht das Projekt die Vielfalt von Frauenbewegungen und geschlechterpolitischen Positionen.
Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, ob und inwieweit die Frauenbewegungen trotz ihrer Unterschiede zusammenarbeiten und wenn ja, welche gemeinsamen, übergeordneten Ziele sie verfolgen. Darüber hinaus fragt die Studie auch nach Vernetzung von Frauenbewegungen über nationale, regionale und lokale Grenzen hinweg.

Asli Polatdemir und Münevver Azizoglu-Bazan stellen die Forschungsergebnisse der Studie „Frauenbewegungen im innertürkischen Vergleich“ vor

Datum: 17.05.2018
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Universität Bielefeld, Raum U2-200

Veranstalter*innen:

FEM*REF Bielefeld & JXK Bielefeld

Feministische Filmtage im Mai

Bei den feminitischen Filmtagen wollen wir gemeinsam mit euch verschiedene Filme schauen und diese im Anschluss, mit allen die Lust haben, besprechen. Von Dokus, Schnulzen, Dramen bis hin zu Trash-Filmen ist alles dabei. Bei der jetzigen Filmreihe geht es um Themen wie: Frauenbewegung, Lesbische Liebe, Black-Feminism und vieles mehr.

Wir nehmen kein Eintritt!
Getränke gibt es gegen Spende.

Wir freuen uns auf euch!

Los geht’s jedesmal um 19 Uhr im Filmhaus Bielefeld (August-Bebel Straße 94)

15.05.2018 Barash
Israel 2015 – 85 Min – Hebräisch mit deutschen Untertitel – FIlm von Michal Vinik
Die 17-jährige Naama Barash lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Tel Aviv. Eines Tages taucht Dana in der Schule auf: blond, wunderschön und wilder als alle anderen. Sie zeigt Naama, wie Mädchen sich küssen, und nimmt sie mit zu den verbotenen Partys. Naama rasiert sich für ihren Schwarm sogar die Haare ab. Doch Dana ist kein Mädchen, das sich nur an Eine bindet. Währenddessen ist Naamas Schwester Liora von der Basis verschwunden, auf der sie gerade ihren Militärdienst leistet. Und es gibt Gerüchte, Liora sei mit einem Araber zusammen. Wen und wie die Barash-Schwestern lieben, stellt den Zusammenhalt innerhalb ihrer Familie auf eine harte Probe. Michal Vinik erzählt in ihrem sinnlichen Regiedebüt von erster Liebe, Liebeskummer und der Suche nach dem eigenen Ich – und stellt die Frage, wie frei man als junge Frau im heutigen Israel leben kann. Für sein vielschichtiges Drehbuch und seine hinreißenden Nachwuchsdarstellerinnen wurde BARASH auf dem Internationalen Filmfestival Haifa mit gleich drei Preisen ausgezeichnet.

23.05.2018 Audre Lorde – Die Berliner Jahre 1984 – 1992
Deutschland 2011 – 79 Min – Englisch mit deutschen Untertiteln – Film von Dagmar Schulz
Auch zwanzig Jahre nach ihrem Tod ist der Einfluss der Schriftstellerin und Aktivistin Audre Lorde auf die afroamerikanischen, feministischen und queeren Bewegungen außerordentlich lebendig. Ein wenig beachtetes Kapitel sind dabei ihre Berliner Jahre von 1984 bis 1992, in denen Lorde afro-deutschen Frauen zu mehr Selbstbewusstsein verhalf und die sozialen Veränderungen in der Stadt kommentierte, die von Mauerfall und Wiedervereinigung geprägt waren. Zum ersten Mal erlauben persönliche Video- und Audioaufzeichnungen von Dagmar Schultz einen tiefen Blick in das Leben der privaten Audre Lorde, lassen aber auch Mitstreiter, Studierende und Freunde zu Wort kommen. Das außergewöhnliche Porträt wurde im Panorama der Berlinale 2012 uraufgeführt.

31.05.2018 Die Misandristinnen
Deutschland 2017 – 91 Min – Englisch mit deutschen Untertiteln – FIlm von Bruce Labruce
Irgendwo in Ger(wo)many. Die Terroristinnen-Zelle „Female Liberation Army“ (FLA) bereitet den Umsturz des Patriarchats und die Installation einer neuen weiblichen Weltordnung vor. Dazu hat ihre Anführerin Big Mother eine Gruppe von acht schwer erziehbaren Mädchen um sich gesammelt, die sie gemeinsam mit ihren Kameradinnen auf einem abgelegenen Landgut ausbildet.
Nach außen hin ist das Anwesen als katholische Internatsschule getarnt. Um die Revolution zu finanzieren und die eigene Ideologie zu verbreiten, drehen die Frauen feministische Pornographie.
Doch als eines der Mädchen einen verletzten linksradikalen Soldaten im Wald entdeckt und heimlich in den Keller des Anwesens bringt, um ihn gesund zu pflegen, droht die strikte Hausordnung aus den Fugen zu geraten

Bei Fragen: flrefer@uni-bielefeld.de