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AK Gender

Wie kann eine gendergerechte Hochschule aussehen?
Wie lässt sich die Studiensituation von Trans*menschen an der Hochschule verbessern?

Der Arbeitskreis „Gender“ (AK Gender) besteht aus Personen, die an der Fachhochschule oder der Universität Bielefeld studieren und/oder arbeiten. Das vorrangige Ziel besteht in der Erarbeitung eines Konzeptes, das zu Gendergerechtigkeit im Hochschulkontext und somit zu einer Verbesserung der Studiensituation und des Arbeitsalltags von Trans*- und Inter*personen führen soll.

Der AK trifft sich im zweiwöchigem Abstand und freut sich über Personen, die Lust haben mitzumachen.
Bei Interesse oder Anregungen kann sich gerne per Mail gemeldet werden.

akgender@riseup.net

aktuelle Öffnungszeiten WiSe 2017/18

Dienstags 16:00 – 18:00
Donnerstags 12:00 – 15:00

25.11.2012 „Reclaim the night“-Umzug/Demo in der Stadt

25.11.12 (Fr), 18.00 Uhr „Reclaim the night“-Umzug/Demo in der Stadt

„Wir fordern die Nacht zurück!“, „Take back the Night“ oder „Reclaim the Night!“ heißt die Parole – in Anlehnung an die Protestmärsche, die seit 1976 weltweit von Frauen durchgeführt werden. Weltweit nehmen Frauen und Mädchen den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.) zum Anlass, um in der Tradition dieser Protestmärsche laut und bunt durch die Stadt zu ziehen. An diesem Tag wird an die drei dominikanischen Schwestern Patria, Maria Teresa und Minerva Mirabal erinnert. Aufgrund ihres Widerstandes gegen das Trujillo-Regime wurden sie am 25.11.1960 ermordet.

Der erste Marsch in Deutschland fand 1977 statt. Frauen und Mädchen ziehen zur Abend- oder Nachtzeit laut und bunt durch die Straßen und fordern das Recht, sich in ihrer Stadt am Tag und in der Nacht frei bewegen zu können, ohne Angst haben zu müssen, sexuell belästigt oder vergewaltigt zu werden.
Zum diesjährigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25.11.) organisiert das Bielefelder Frauen- und Mädchen-Projekte-Plenum einen solchen Marsch durch die Bielefelder Innenstadt.

Freitag 25.11. 18h am Rathausplatz
Auftakt mit den Les Benitas

Zugweg: Niederwall-Steinstrasse-Welle-Neustädterstrasse-Hagenbruchstrasse-Niederwall-Jahnplatz-Bahnhofstrasse- Durch die Bahnhofshalle-Boulevard-Europaplatz-Schmiedestrasse-Mellerstrasse-Frauenkulturzentrum
Nach dem Marsch gibt es heiße Suppe und Getränke ab 21 Uhr im Frauenkulturzentrum, Mellerstrasse2, 33613 Bielefeld

Alle Frauen und Mädchen aus Bielefeld und Umgebung sind dazu aufgerufen, sich phantasievoll und bunt, einzeln oder in Gruppen an diesem Marsch zu beteiligen.

Neuer Vorstellungstext

Das Fem*Ref existiert seit über 35 Jahren und fand ihre Anfänge im Jahre 1978. Einige Referentinnen* unterschiedlicher Gruppen des AStAs taten sich zusammen und arbeiteten „autonom“ vom AStA an feministischer Politik. Da die Menschen, die sich damals begannen gemeinsam mit solchen Inhalten auseinanderzusetzen, der festen Meinung waren, dass nur von den Frauen* selbst bestimmt werden kann auf welche Arten und Weisen diese Aufgabe einer feministischen Politik begangen wird, erkämpften sie die Existenz eines AUTONOMEN Frauen*Referats. Dies sollte – und ist immer noch – in keiner Abhängigkeit zu den verschiedenen Konstellationen von Gruppen innerhalb des AstAs und des StuPas stehen, denen die Frauen* zu Rechenschaft verpflichtet sein sollten, wenn es um ihre – und zwar nur ihre eigene – Sache geht. So wurden von jenen Referetinnen* 2 „Frauen-Vollversammlungen“ initiiert, in denen sich gemeinsam für die Notwendigkeit eines „Autonomen Frauenreferates“ entschieden wurde, was im Jahre 1982 dann institutionell durchgesetzt wurde.
In diesem Jahr wurde das Referat in das „Autonome FrauenLesben-Referat“ umbenannt, nicht um eine Trennung verschiedener Gruppen zu untersstreichen, sondern um den Anteil lesbisch-lebender Frauen* sichtbar zu machen. Dabei wurde explizit hervorgehoben, dass es sich bei dieser Begrifflichkeit nicht nur um eine Einstellung zu Sexualität handelt, sondern es vor allem auch auf emotionaler und geistiger Ebene Auseinandersetzungen, Begegnungen, Beschäftigungen und Berührungen von Frauen* mit anderen Frauen* im Alltag und Arbeit geht. Gleichzeitig sollte diese Umbenennung auch eine kleine Provokation, doch mehr noch eine Impulsgebung dafür sein, dass es Frauen* anstoßen könnte, über eigene alternative Lebensweisen in Gegenüberstellung zur gesellschaftlichen Heteronormativität weiterhin nachzudenken. Auch sollte diese Umbennung mutmachend sein, damit jene unter uns, die sich auch als frauenliebend empfinden, zu sich selbst stehen. Ebenfalls ist der neue Name auch als klares Statement und Ausdruck einer offensiven Haltung gegenüber der gesellschaftlich existierenden Frauen*-und Lesben*Feindlichkeit gemeint.
Im Jahre 1992 erweiterte sich der Name des Referats erneut. Es wurde in das „Internationale Autonome FrauenLesben-Referat“ umbenannt, um ein politisches Statement gegen rassistische und darin vor allem europa-zentristische Haltungen deutlich zu machen. Dies war das Ergebnis diesbezogener interner Auseinandersetzungen.
1994 entwickelte sich diese Auseinandersetzung so weiter, dass das FemRef von „Schwarzen FrauenLesben“ als Raum für sich eingefordert wurde und über Jahre von ihnen und „einer weißen Person“ organisiert wurde. Dies war das Ergebnis scharfer Kritiken, die es von jenen „Schwarzen FrauenLesben“ gegenüber den „weißen Studentinnen“ des FemRefs gab, die sich zum einen darin zeigte, dass es eine fehlende und mangelhafte Auseinandersetzung mit der Diskriminierungskategorie „Race“ gab, zum anderen auch das Rassismus reproduzierende Verhalten der weißen Frauen* zu grenzüberschreitend war.
Bis zum Beginn der 2000er Jahren gibt’s ab dann ne kleine Lücke in der Geschichtsschreibung. In den Jahren 2001-2002 wurden dann innerhalb des Fem*Refs kontroverse Diskussionen über die Frage nach einer Öffnung des Referats für Transgender diskutiert, dessen Ergebnis eine weitere Namensänderung war „Internationales Autonomes Feministisches Referat für FrauenLesbenTrans*“
Das Fem*Ref ist zwar eine Art Institution des AstaS, ist allerdings aufgebaut und steht in einer völlig eigenen Geschichte. Und wie dieses zeigt, verfolgt es zwar eine gewisse Linie, doch ist es wandelbar und flexibel und immer das, was die Menschen in diesem Rahmen auf die Beine stellen.

In den letzten Jahren beschäftigen wir uns inhaltlich nicht nur mit den Geschlechterverhältnissen in der Gesellschaft und an der Universität. Unser Fokus rückte immer mehr dahin, dass wir die Befreiung der Menschen, die als FrauenLesbenTrans* unterdrückt werden, nur als realisierbar sehen, wenn sämtliche Unterdrückungsformen bekämpft werden. All jene, Sexismus, Rassismus, Klassismus, Ableismus etc. lassen alle ihre Ursprünge in patriarchaler Logik finden und eine feminitische Politik muss demnach gegen das gesamte Monster kämpfen – gegen jene Strukturen um und auch in uns, die andere Menschen abwerten, um sich selbst aufzuwerten, Menschen in richtig und falsch einzuordnen, über die Unterdrückten zu herrschen, sie auszubeuten, sie zu vergewaltigen und ihnen das Leben zu nehmen. Deswegen sind Themenschwerpunkte unserer Arbeit neben Antisexismus auch Antirassismus, darin auch die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte und Gedenkarbeit diesbezüglich. Ebenso richtet sich unser Arbeitsfokus auch auf feministischem Widerstand im internationalen Kontext. Die internationale Perspektive mehr und mehr einzunehmen, erachten wir als unerlässlich mit Blick darauf, dass unsere Freiheiten und Unfreiheiten mit denen aller anderen auf der Welt Lebenden und Toten zusammenhängen. Es geht nicht, diese so grundlegende Perspektive auszublenden.
Weiter bedeutet dies für unseren Raum, dass wir uns nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch über Alltagssituationen und Repressionen austauschen, um gemeinsam Handlungsmöglichkeiten auszudiskutieren und aktiv zu werden.
Aus der Perspektive heraus, dass eine antipatriarchale Befreiung nicht nur auf individuellen, sondern gleichermaßen auf kollektiven Ebenen angestrebt werden kann, organsieren wir Veranstaltungen, Vorträge und Workshops und unterstützen zudem unkommerzielle feministische Projekte.
Da sich diese ganzen Thematiken unserer Arbeiten nicht nur im universitären Kosmos, sondern überall in der Gesellschaft finden lassen, sind wir ebenfalls mit Gruppen außerhalb dieses Kontextes vernetzt und nutzen auch andere Möglichkeiten und Örtlichkeiten der Stadt, bspw. die Bürger*Innen-Wache, die VHS, das IBZ, das kurdische Zentrum oder das AJZ.
Beispiele für Projekte von uns sind:
Gedenkstättenfahrten ins Frauen KZ Ravensbrück
das feministische HipHop-Festival Bielefeld
das Anti-Racism-Festival
Veranstaltungen mit der Gruppe Akzent*In
Unterstützung der FLTI-Kneipe im AJZ
feministisches Kulturangebot wie Cabarett und Konzerte und Spray-workshops
feministisches Sportangebot wie Wendo-Kurse, oder B-Girl-Dancing
Veranstaltungen/Aktionen mit dem RSB, der Antifa AG und dem SchwuR

NOAH SOW in Bielefeld

Vortrag: Antigenderismus, Antisemitismus und Muslim_innenfeindlichkeit. Sozialpsychologische Überlegungen zum ideologischen Syndrom der extremen Rechten

Referent: Sebastian Winter – Wann? 09.11.2017 18:00 Uhr – Wo? Uni Bielefeld H10

VERANSTALTUNG FÄLLT AUS!
Wahrscheinliche Nachholung Anfang nächstes Jahr

Der Kampf gegen den „Genderismus“ vereint die extreme Rechte von AfD bis NPD und findet Anklang bis hin zu FAZ und Spiegel. Bereits die konservative Revolution der 1920er Jahre propagierte den Kampf gegen als „verjudet“ interpretierte Transformationsprozesse der Geschlechterordnung. Im Nationalsozialismus wurde dann unter dem Vorzeichen der Volksgemeinschaft eine „neue Synthese“ der Geschlechter verhießen, die frei sei von den zersetzenden Einflüssen der Frauenemanzipation, aber auch von „Lüsternheit“ und allem Künstlichem. Heute richtet sich die Stoßrichtung gegen staatliche Gleichstellungspolitik, liberalen Sexualkundeunterricht, feministische Kritik und jede Denaturalisierung des Geschlechtlichen. Verschwörungstheoretisch wird eine „Gender-Lobby“ als dahinter treibende dunkle Kraft vermutet, welche die Deutschen umerziehen will – und wieder finden sich (strukturell) antisemitische Assoziationen. Scheinbar paradox wird gleichzeitig oftmals die Ablehnung von „Frauenunterdrückung“ und Judenfeindschaft demonstrativ betont. Man stehe hier als gute Deutsche oder guter Deutscher ganz im Gegensatz zu „den Moslems“ und „NAFRIs“. Die Muslim_innenfeindlichhkeit dient als Ausweis der Anti-Nazi-Gesinnung.
Sexuelles Ressentiment und massenpsychologische Projektion, nationaler Aufarbeitungsstolz und Wiederkehr des Verdrängten: In dem Vortrag werden die verschiedenen Feindbilder auf ihre affektive Anziehungskraft hin psychoanalytisch-sozialpsychologisch diskutiert.

Organisiert von FemRef* und Antifa AG Bielefeld

Tagung fsGender

FemRef* läd ein zum Austauch geflüchteter Frauen

Queer-Feminist Resist!

Wir laden ein:

Internationale Kämpfe vereinen – Alternativen leben

13.Mai

Wenn sich im Juli in Hamburg die 20 Mächtigsten der Welt treffen, um über die Zukunft der Welt zu reden, geschieht dies über unsere Köpfe hinweg. Unsere Unzufriedenheit über die weltweiten Vorgänge hängen mit mehr als den immer stärker werdenden rechten Parteien zusammen. Wir sehen, dass die Welt immer mehr im Chaos versinkt. Ein Chaos von Krieg, Umweltzerstörung und Ausbeutung. Dieses Chaos zeigt sich auch in der Uneinigkeit zwischen den G20-Staaten und wir sollten diese unruhigen Zeiten nutzen, um unsere Alternativen zu verbreiten.

Besonders wir als die Jugend und die Frauen werden in besonderem Maße von diesem System angegriffen. Das liegt vor allem daran, dass unsere Energie und Wut eine besondere Sprengkraft besitzt. Wenn wir uns die Proteste überall auf der Welt anschauen sehen wir, dass es die Jugend ist, die ihrer Wut auf den Straßen Ausdruck verleiht wie in Griechenland, Frankreich oder Italien. Wenn wir über die Angriffe des Systems gegen die Frau durch Sexismus und Gewalt sprechen, können wir erkennen welche Stärke und Wut sie entwickeln kann, wenn sie sich organisiert wie in Argentinien.

Wir können diesen weltweiten Zustand der Hoffnungslosigkeit nur entgegenwirken, wenn wir gemeinsam neue Hoffnungen, neue Vorstellung von einem anderen, einem freien Leben entwickeln. Dies müssen wir jedoch als gesamte Gesellschaft in einem kollektiven Prozess gestalten. Der Politik der Zersplitterung, ganz im Sinne des Systems, die alles aufspaltet, müssen wir mit neuen Bündnissen entgegentreten. Dies bedeutet zu den Strukturen des Systems, die sich immer mehr global organisieren, Gegenentwürfe aus unserer Perspektive zu schaffen. Konkret muss dies eine neue Vorstellung von Internationalismus heißen, nicht nur die Kämpfe der anderen solidarisch unterstützen, sondern sie als seine eigenen zu begreifen.

Wenn wir für die Gesellschaft eine ernsthafte Alternative außerhalb der staatlichen Strukturen erschaffen wollen, dann können wir nicht damit warten. Für uns als Jugend könnte dies damit beginnen lokale, regionale und weltweite Bündnisse oder Konförderationen zu bilden. Wir müssen uns sofort an die Arbeit machen damit zu beginnen das Neue hier und Jetzt aufzubauen.

Deshalb kommt zur bundesweiten Jugenddemo und zur Podiumsdiskussion am 13. Mai 2017 in Bielefeld

11.00 Uhr | Podiumsdiskussion | Audimax Uni Bielefeld
17.00 Uhr | Bundesweite Jugenddemo | Kesselbrink